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Außergewöhnliche Osterhasen – handgemacht mit antiken Schokoladenformen

Sharon ist passionierte Sammlerin antiker Schokoladenformen und lebt in den USA. Viele wunderschöne Formen in ihrer Sammlung stammen aus unserem Schokoladenformenmuseum in Deutschland. Das Besondere: Sharon sammelt die antiken Schokoladenformen nicht nur, sondern gießt mit ihnen auch Schokolade. Jedes Jahr entsteht zu Ostern ein außergewöhnliches Osterbuffet mit großen Schokoladenhasen für die große Familie. Mit den bunt verzierten Schokoladenhasen bereitet Sharon der Familie und besonders den Kindern viel Freude. Wir haben mit Sharon ein Interview geführt, um mehr über ihre Arbeit mit den antiken Schokoladenformen zu erfahren.



Anton Reiche Formen: Sie haben uns ein Foto von Ihrer beeindruckenden Arbeit mit den antiken Schokoladenformen zugesendet. Erzählen Sie mehr davon!

Sharon: Das Bild zeigt die alljährliche "Schokoladentafel" für meine Familie zu Ostern. Die Tafel steht jedes Jahr unter einem bestimmten Motto und die Hasen werden jedes Jahr anders dekoriert und mit verschiedenen Schokoladensorten ausgarniert. Die Schokoladenfiguren nehmen die Kinder unserer Familie nach einem Mittagessen und einer Eiersuche nach Hause. Normalerweise verziere ich meine Schokoladen mit Zuckerguss, z. B. mit einem Korbgeflecht, Blumen, Karotten, Gras, Bienen usw..


Anton Reiche Formen: Wie gehen Sie vor?

Sharon: Die Herstellung der Schokoladenfiguren für die gesamten Ostertafel dauert etwa eine Woche: Am ersten Tag werden die Formen gereinigt und poliert. Am zweiten Tag temperiere ich die Schokolade, gieße und entforme. Am dritten Tag bringe ich die Verzierungen aus Zuckerguss an. Tag vier ist der Tag des Verpackens. Normalerweise mache ich 60 kleine Figuren und ein paar größere Figuren für den Tisch.


Das Thema der letzten Ostertafel 2022 war der Ukraine gewidmet – mit der Botschaft, dem Land Frieden zu wünschen. Wie Sie sehen, habe ich meine Pysanky-Ei-Sammlung in die Tafel integriert und die Bänder sind blau und gelb. Wir halten bei uns auch Bienen, und mein Sohn hat mit dem Verkauf des Honigs Geld gesammelt für den Save the Children's Emergency Relief Fund, der der Ukraine zugute kommt.


Anton Reiche Formen: Das ist eine sehr schöne Idee, die Ostertafel auch einem guten Zweck zu widmen. Wie sind Sie eigentlich dazu gekommen, mit den antiken Weißblechformen Schokolade zu gießen?

Sharon: Ich bin Werkstoffingenieurin, und Metallurgie ist einer der Bereiche, in denen ich ausgebildet bin. Ich finde, dass die Schokoladentemperierung der Wärmebehandlung von Metallen sehr ähnlich ist, da es in beiden Fällen Zeit-Temperatur-Kurven gibt, die eingehalten werden müssen, um die Kristalle auf eine bestimmte Größe wachsen zu lassen, damit sie sich schließlich im Material richtig verhalten. Ich schätze auch die kunstfertige, detaillierte Ausführung der antiken Gussformen.



Anton Reiche Formen: Gibt es noch weitere Anlässe im Jahr, wo Sie mit Schokolade arbeiten?

Sharon: Zu Weihnachten mache ich Lebkuchenhäuser aus Schokolade, die ich mit Zuckerguss verziere. Zum Valentinstag gieße ich Herzschachteln, die mit Süßigkeiten gefüllt sind. Kürzlich habe ich für das Rensselaer Polytechnic Institute die Rensselaer-Medaille in Schokolade gegossen. Das Institut ist die erste technische Hochschule in den USA, an der ich meinen Abschluss als Ingenieur gemacht habe.


Anton Reiche Formen: Sie leben in Texas - ist es eine besondere Herausforderung, zur Osterzeit mit Schokolade zu arbeiten?

Sharon: Ja, denn in Texas ist es im April schon ziemlich warm. Aber ich habe eine Lösung gefunden: Die größeren Figuren sind aus weißer Schokolade, weil weiße Schokolade viel leichter zu verarbeiten ist, wenn es wärmer wird. Die kleineren Figuren mache ich aus dunkler Schokolade.



Anton Reiche Formen: Welche antiken Schokoladenformen sammeln Sie?

Sharon: Am liebsten sammle ich antike Hasen- und Kükenformen aus den Jahren 1900-1930.


Anton Reiche Formen: Was planen Sie für die Zukunft?

Sharon: Auch nach 30 Jahren Arbeiten mit Schokolade lerne ich immer noch Neues und habe so viele interessante Ideen, die auf ihre Umsetzung warten. Ich bin dankbar für das Schokoladenformenmuseum von Michael Lothar Wolf in Deutschland, das mir hervorragende antike Formen und Polycarbonatformen liefert.


Anton Reiche Formen: Herzlichen Dank für das Interview, Sharon!



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