Aus antiken Schokoladenformen werden nostalgische Weihnachtsfiguren

Weihnachtsmänner, Nikoläuse und andere Figuren von Barbara Hanson aus Oregon (USA) erwecken die Weihnachtszeit auf wunderbare Weise zum Leben. Die detailreichen, handbemalten Figuren sind aus antiken Schokoladenformen entstanden. Auch Formen aus unserem Schokoladenformenmuseum in Deutschland waren Vorbild für die Figuren. Barbara Hanson erzählt uns im Interview, wie ihre Weihnachtsfiguren entstehen.


Anton Reiche Formen: Wie ist Ihre Leidenschaft für Weihnachtsfiguren entstanden?

Barbara Hanson: Ich habe Weihnachten und alles, was mit Antiquitäten zu tun hat, schon immer geliebt. Nikolaus-Figuren aus Gips waren eine wunderbare Mischung aus beidem, als ich sie entdeckte. Es begann mit einem Artikel über die Arbeit von Judy Vaillancourt. So sehr ich mir auch einen wünschte, ich konnte mir eine Vaillancourt-Weihnachtsfigur nicht leisten. Also machte ich mich auf die Suche nach antiken Schokoladenformen, damit ich die Figuren selbst herstellen konnte. In Kalifornien habe ich meine erste Form gekauft. Inzwischen habe ich über 200. Meine ersten Weihnachtsmänner waren definitiv Lehrstücke. Ich habe sie als Erinnerung an meine Entwicklung als Autodidaktin aufbewahrt.

Eine Vaillancourt-Gipsfigur schätze ich sehr. Ein Jahr, nachdem ich begonnen hatte, die Figuren zu gestalten, kam meine Tochter auf einem unserer Antiquitätenausflüge zu mir und hielt einen Weihnachtsmann in den Händen. "Ist das ein guter, Mama?" In der Tat, ein guter. Ein Judy-Vaillancourt-Weihnachtsmann aus dem Jahr 1988 steht seitdem bei uns zu Hause.



Anton Reiche Formen: Was fasziniert Sie an den antiken Schokoladenformen?

Barbara Hanson: Ich liebe die Kunstfertigkeit, die Unverwechselbarkeit der einzelnen Künstler und die bewundernswerte Handarbeit, die für die Herstellung nötig war. Ich liebe auch die Bandbreite an Emotionen, die von den verschiedenen Künstlern, die die Gussformen hergestellt haben, zum Ausdruck gebracht wurden. Wie bei allen Antiquitäten und alten Gegenständen frage ich mich, wo sie gewesen sind, wem sie gehörten, wohin sie gereist sind und wie sie benutzt wurden. Die Geschichten faszinieren mich am meisten.



Anton Reiche Formen: Haben Sie einen Lieblingshersteller von antiken Schokoladenformen?

Barbara Hanson: Ich habe eine Vorliebe für Laurösch – und was kann man an den wundervollen Formen von Anton Reiche nicht lieben? Ich hoffe auch, dass ich weitere Formen von Walter Berlin in meine Sammlung aufnehmen kann.


Anton Reiche Formen: Haben Sie eine bestimmte Lieblingsform?

Barbara Hanson: Es ist so schwer, sich für eine zu entscheiden! Die streng blickenden Nikoläuse sind eine Lieblingsgruppe von mir. Und ich liebe die Weihnachtsmänner in verschiedenen Fahrzeugen. Es gibt eine bestimmte 26 cm große Kutzscher-Form, die ich gerne finden würde. Mein persönlicher Favorit ist vielleicht ein Laurösch-Schneemann, weil er so liebevoll aussieht.



Anton Reiche Formen: Wie viele bemalte Figuren haben Sie hergestellt?

Barbara Hanson: Buchstäblich hunderte! Eine meiner frühesten Gussformen wurde 64 mal produziert. Mehrere andere Formen haben Produktionszahlen zwischen 30 und 40, ein Dutzend weitere sind etwa 20 mal produziert worden. Von den neueren Exemplaren in meiner Sammlung gibt es derzeit ein oder zwei Figuren.


Anton Reiche Formen: Herzlichen Dank, dass Sie uns das Interview gewährt haben.


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